Hinweis zum Corona-Virus

Liebe Rehabilitandinnen und Rehabilitanden, liebe Angehörige,

immer wieder erreichen uns Nachfragen, ob die SRH Medinet Fachklinik Alte Ölmühle trotz der aktuellen Corona-Situation weiterhin Rehabilitanden aufnimmt.

Ja, wir nehmen auf!

Ausgenommen davon sind natürlich an Covid-19 erkrankte Patienten oder Patienten, bei denen der begründete Verdacht einer Erkrankung besteht. Sollten Sie daher einen begründeten Verdacht haben - beispielsweise, weil Sie Erkältungssymptome oder erhöhte Temperatur aufweisen oder Kontakt zu mit Covid-19 Infizierten hatten - rufen Sie uns bitte vor Ihrer Anreise an.

Mit den besten Grüßen

das Team der
SRH Medinet Fachklinik Alte Ölmühle

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Informationen für unsere Fachbesucher

Die SRH Medinet Fachklinik Alte Ölmühle steht für eine hohe medizinische und fachliche Kompetenz.

Zahlen, Daten & Fakten
Die Fachklinik Alte Ölmühle auf einen Blick

80
Betten in der stationären Reha
16
Behandlungsplätze in der Adaption
2022
TOP Rehaklinik - Sucht
EQR-Zertifikat
Exellente Qualität in der Rehabilitation

Indikationsspektrum Indikationen & Kontraindikationen

In der SRH Medinet Fachklinik Alte Ölmühle werden Menschen ab dem 18. Lebensjahr mit den Diagnosen  Alkoholabhängigkeit, Medikamentenabhängigkeit, Drogenabhängigkeit und Mehrfachabhängigkeit behandelt. Die Behandlung kann im stationären, ganztägig ambulanten und ambulanten Setting oder in einer Kombination davon je nach Indikation und Voraussetzung durchgeführt werden.

  • Al­ko­hol­ab­hän­gig­keit
    F10.2 Psy­chi­sche und Ver­hal­tens­stö­rung durch Al­ko­hol
  • Me­di­ka­men­ten­ab­hän­gig­keit
    F13.2 Psy­chi­sche und Ver­hal­tens­stö­rung durch Se­da­ti­ve und Hyp­no­ti­ka
    F11.2 Psy­chi­sche und Ver­hal­tens­stö­run­gen durch opi­athaltige An­alge­ti­ka (Opioide)
  • Dro­gen­ab­hän­gig­keit
    F11.2 Psy­chi­sche und Ver­hal­tens­stö­run­gen durch Opi­oi­de
    F12.2 Psy­chi­sche und Ver­hal­tens­stö­run­gen durch Can­na­bi­no­ide
    F13.2 Psy­chi­sche und Ver­hal­tens­stö­run­gen durch Se­da­ti­va oder Hyp­no­ti­ka
    F14.2 Psy­chi­sche und Ver­hal­tens­stö­run­gen durch Ko­ka­in
    F15.2 Psy­chi­sche und Ver­hal­tens­stö­run­gen durch an­de­re Sti­mu­lan­ti­en
    F16.2 Psy­chi­sche und Ver­hal­tens­stö­rung durch Hal­lu­zi­no­ge­ne
    F18.2 Psy­chi­sche und Ver­hal­tens­stö­rung durch flüch­ti­ge Lö­sungs­mit­tel
  • Po­ly­to­xi­ko­ma­nie
    F19.2 Psy­chi­sche und Ver­hal­tens­stö­run­gen durch mul­ti­plen Sub­stanz­ge­brauch

Fol­gen­de so­ma­ti­sche und psych­ia­tri­sche Er­kran­kun­gen kön­nen als Sucht­fol­ge- oder Be­glei­ter­kran­kung mit­be­han­delt wer­den:

  • Affektive Störungen (F30-39)
  • Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen (F40-F48)
  • Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren ( F50-F59)
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen (F60-F69)
  • Erkrankungen des schizophrenen Formenkreis (F20)

Folgende organische Folge- oder Begleiterkrankungen werden mitbehandelt, soweit eine konservative Behandlung ausreicht:

  • Krankheiten des Blutes und der blutbildenden Organe, Anämien (D50-D53, D60-D64)
  • Stoffwechselerkrankungen. Krankheit der Schilddrüse (E01-04), Diabetes mellitus (E10-14), Pankreasinsuffizienz (E16), Mangelernährung (E41), Vitaminmangelzustände (E50-E64), Adipositas (E66), weitere Stoffwechselstörungen (E70-90), Nervenerkrankungen als Folge von Alkohol (G31,G45, G60-64)
  • Krankheiten des Kreislaufsystems, z.B. Hypertonie (I10-15)
  • Chronische und akute Krankheiten des Atemsystems z.B. COPD (J44)
  • Krankheiten des Verdauungssystems, wie z.B. Leber (K70, K72), des Pankreas (K85, K86) und des Magens (K29)
  • Krankheiten der Haut, Dermatitis oder andere Ekzeme (L20-30)
  • Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes, Arthrose (M15-19), Wirbelsäule (M50-54), Weichteilgewebe (M75)

Gegebenenfalls erfolgt eine Vorstellung bei einem Facharzt vor Ort.

Eine Behandlung ist nicht möglich bei akuten Psy­cho­sen, akuter Sui­zi­da­li­tät, Eigen- oder Fremdgefährdung, stationärer Pfle­ge­be­dürf­tig­keit, mit­tel­gra­di­ger bis schwe­rer In­tel­li­genz­min­de­rung, bei be­son­de­ren in­fek­tiö­sen Er­kran­kun­gen sowie kon­ti­nu­ier­li­cher Harn- und/oder Stuh­lin­kon­ti­nenz.

Eine überwiegende Teilnahme am Rehabilitationsprogramm muss trotz gesundheitlicher Einschränkungen möglich sein.

In der Fachklinik Alte Ölmühle werden die stationären und ganztägig ambulanten Rehabilitanden und Rehabilitandinnen teilweise in gemischten Gruppen bezüglich Geschlecht und Suchtdiagnose behandelt. Trotzdem gibt es gender-und diagnosespezifische Angebote.

Wir sind Schwer­punkt­kli­nik der Deutschen Rentenversicherung Mit­tel­deutsch­land für Me­di­ka­men­ten­ab­hän­gi­ge.

12
Wochen bei Alkohol-/Medikamentenabhänigkeit
24
Wochen bei Drogenabhängigkeit

Auf einen Blick Medizinisch konzeptionelle Grundlagen

Ziel der Rehabilitation ist die anhaltende und stabile Abstinenz vom Suchtmittel. Dies sehen wir als Voraussetzung für den Erhaltung oder die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit sowie zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben an. Um Abstinenz zu erreichen ist zunächst ganz allgemein erforderlich, Hintergründe der Suchterkrankung zu beleuchten, die Funktion des Suchtmittels zu erkennen und Strategien zur Rückfallprophylaxe, unter Beachtung der individuellen Risikosituationen, zu erarbeiten.

Folgende konkrete Ziele können entsprechend OPD-Konfliktachse abgeleitet werden:

  • Gefühle wahrnehmen und ausdrücken können
  • Fürsorge und Verantwortung für andere übernehmen können
  • Verantwortung für sich übernehmen
  • Bedürfnisse äußern können
  • Lernen, auf die eigenen Stärken zu vertrauen
  • Lernen, eigene Fehler im sozialen Gefüge anzuerkennen
  • Fehler anderer im sozialen Gefüge wahrnehmen können
  • Lernen, in der Geschlechterrolle auf eigene Stärken und Kompetenzen zu vertrauen
  • sich emotional mit der eigenen Herkunft und jetziger Zugehörigkeit auseinandersetzen können

Folgende Ziele können entsprechend OPD-Strukturachse abgeleitet werden:

  • Realistische Wahrnehmung seines Selbst und der Objekte
  • Inneren Abstand zu den eigenen Impulsen, Affekten, Selbstbewertungen und Beziehungswünschen schaffen
  • Lernen, sich emotional einzulassen und dies auszuhalten
  • Lernen, sich auf gute innere und äußere positive Objekte zu beziehen
  • Lernen, äußere Ressourcen zu nutzen
  • Selbstregulation mit Hilfe internalisierter positiver Objekte

Folgende Ziele können entsprechend OPD-Aneignung abgeleitet werden:

  • Entwicklung einer Problemwahrnehmung
  • Vertiefung der Problemwahrnehmung u.a. durch Bezug auf übrige Lebenssituation bzw. Schwierigkeiten der zufriedenen Lebensgestaltung.
  • Stärkung der Abstinenzmotivation, Hinterfragung der eigenen Suchtentwicklung
  • Entwicklung eines Konflikterlebens

Orientierung am bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell der WHO

Das Therapieangebot der Fachklinik Alte Ölmühle basiert auf dem bio-psycho-sozialen Verständnis der Krankheitsentwicklung entsprechend der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die als länder- und fachübergreifende einheitliche Sprache zur Beschreibung des funktionalen Gesundheitszustandes, der Behinderung, der sozialen Beeinträchtigung und der relevanten Umgebungsfaktoren einer Person dient.

Der wichtigste Begriff der ICF ist der Begriff der „funktionalen Gesundheit“. Danach gilt eine Person dann als gesund, wenn vor ihrem gesamten Lebenshintergrund ihre Körperfunktionen und –strukturen der Norm entsprechen, wenn sie alles tun kann, was von einem Menschen erwartet wird und sie ihr Dasein in allen Lebensbereichen, die ihr wichtig sind, in dem Umfang entfalten kann, wie es von einem Menschen ohne Beeinträchtigung der Körperfunktionen, -strukturen oder Aktivitäten erwartet wird. Der ICF Begriff Funktionsfähigkeit umfasst alle Aspekte der funktionalen Gesundheit. Damit gehen die Zielvorstellungen in der Suchtrehabilitation über das Ziel der Abstinenz vom Suchtmittel hinaus und beschreiben einen umfassenden ganzheitlichen Rehabilitationsauftrag.

Ablauf & Inhalte

Rehabilitation

Me­di­zi­ni­sche Dia­gnos­tik
Bei der ärzt­li­chen Auf­nah­me­un­ter­su­chung wer­den die me­di­zi­ni­sche Kran­ken­ge­schich­te und ein kör­per­li­cher und psy­chi­scher Sta­tus er­ho­ben. An tech­ni­schen Un­ter­su­chun­gen wer­den Ru­he-EKG, Ab­do­men­so­no­gra­phie, Spi­ro­me­trie, Blut-, Urin- oder Speicheluntersuchungen zu Drogenanalytik zum Einsatz

Soll­ten im Ver­lauf wei­te­re fach­ärzt­li­che Un­ter­su­chun­gen not­wen­dig wer­den, kön­nen diese durch die nie­der­ge­las­se­nen Fach­ärz­te in Mag­d­e­burg durch­ge­führt wer­den. Hier be­ste­hen Ko­ope­ra­tio­nen mit Ärz­ten aus allen Fach­be­rei­chen.

Psy­cho­lo­gi­sche Dia­gnos­tik
Stan­dar­di­sier­te Auf­nah­me- und Ent­las­sungs­dia­gnos­tik:

  • Ham­bur­ger Mo­du­le (Health-49) zur Er­fas­sung allg. As­pek­te psy­cho­so­zia­ler Ge­sund­heit
  • PSSI (Per­sön­lich­keits-Stil- und Stö­rungs­in­ven­tar) OPD-SFK (OPD-Struk­tur­fra­ge­bo­gens)
  • EXIS (Ex­pe­ri­ence In So­ci­al Sys­tems)
  • BFTB (Bon­ner Fra­ge­bo­gen für The­ra­pie und Be­ra­tung)
  • KAZ-35 (Kurz­fra­ge­bo­gen Ab­sti­nenz­zu­ver­sicht) Fa­ger­ström Test für Ni­ko­tin­ab­hän­gig­keit
  • Selbst­test für pro­ble­ma­ti­schen Me­di­ka­men­ten­kon­sum (Watzl et al. 1991)

In­di­ka­ti­ons­be­zo­ge­ne psy­cho­lo­gi­sche Dia­gnos­tik:

  • BDI-II (Beck De­pres­si­ons­in­ven­tar) FAIR 2 Frank­fur­ter Auf­merk­sam­keits­in­ven­tar (Moos­brug­ger, Oehl­schlä­gel 2011)
  • LPS 50+ Leis­tungs­prüf­sys­tem (Horn, 1993)
  • SPM Sprach­frei­er In­tel­li­genz­test zur Mes­sung der prä­mor­bi­den In­tel­li­genz
  • MWT-B Sprach­ge­bun­de­ner In­tel­li­genz­test zur Mes­sung der prä­mor­bi­den In­tel­li­genz
  • VLMT Ge­dächt­nis­test zur Er­fas­sung des ver­ba­len Kurz­zeit und Lang­zeit­ge­dächt­nis

Ar­beits­be­zo­ge­ne Dia­gnos­tik

  • SIBAR (Scree­ning-In­stru­ment Beruf und Ar­beit in der Re­ha­bi­li­ta­ti­on zum so­zi­al­me­di­zi­ni­schen Ri­si­ko (Früh­be­ren­tungs­ri­si­ko))
  • AVEM (Ar­beits­be­zo­ge­nes Ver­hal­tens- und Er­leb­nis­mus­ter)
  • MELBA (Merk­mal­pro­fi­le zur Ein­glie­de­rung Leis­tungs­ge­wan­del­ter u. Be­hin­der­ter in Ar­beit)

Die Dauer Ihrer Re­ha­bi­li­ta­ti­on ist zu­nächst von den Vor­ga­ben des Kos­ten­trä­gers ab­hän­gig, wobei eine 12- bis 16-wö­chi­ge Be­hand­lungs­zeit bei Al­ko­hol- oder Me­di­ka­men­ten­ab­hän­gig­keit und 24 Wo­chen bei Dro­gen­ab­hän­gig­keit für die sta­tio­nä­re und ganz­tä­gig am­bu­lan­te (ta­ges­kli­ni­sche) Re­ha­bi­li­ta­ti­on üb­lich sind.

Eine individuelle Behandlung erfordert individuelle Behandlungszeiten und-formen. Die Fachklinik Alte Ölmühle bietet umfassendes Rehabilitationsangebot mit stationärer, ganztägig ambulanter und ambulanter berufsbegleitender Therapie und Adaption mit einem übergreifenden Therapiekonzept und vernetzten Behandlungsteam, welches diesem Anspruch gerecht wird. Die Behandlungszeit kann bei vorzeitiger Rehabilitationszielerreichung verkürzt und bei entsrechender Indikation um 4 Wochen verlängert und/oder in einem anderen Setting fortgesetzt werden. Kriterien für eine Verlängerung sind ein nicht ausreichender Zielerreichungsgrad besonders für das Ziel "Erhaltung von Abstinenz", die Motivation und die Mitwirkung. Ein gleichzeitiger Wechsel in die ganztägig ambulante oder ambulant berufsbegleitende Behandlungsform kann bei erheblichen Schwierigkeiten der Übertragung der erreichten Ziele in den Alltag indiziert sein.

Der Verlauf der Rehabilitation wird in den Visiten (Chefärztin, Oberärztin), Fallbesprechungen und Fallkonferenzen unter Beteiligung des Rehabilitanden regelhaft überprüft. Dabei wird die Therapiezeit und- form dem individuellen Bedarf angepasst.

Mit dem federführenden Kostenträger, der DRV Mitteldeutschland, ist ein Behandlungsbudget für stationäre Rehabilitation bei Alkoholabhängigkeit von 97 Tagen vereinbart.

 

Der in­di­vi­du­el­le The­ra­pie­plan wird nach dem Auf­nah­me­ge­spräch beim Be­zugs­the­ra­peu­ten und Arzt ent­spre­chend den dia­gnos­ti­schen Über­le­gun­gen und den ers­ten ge­mein­sam er­ar­bei­te­ten Re­ha­bi­li­ta­ti­ons­zie­len er­stellt. Dabei kom­men alle Therapiebestandteile unserer Klinik zum Tra­gen.

Alle Pa­ti­en­ten er­hal­ten wö­chent­lich ihren Therapieplan, aus dem analog unseres Musterthe­ra­pie­planes her­vor­geht, zu wel­chem Zeit­punkt wel­che The­ra­pie bei wel­chem The­ra­peu­ten in wel­cher ört­li­chen Ge­ge­ben­heit statt­fin­det.

Erfahren Sie mehr über unsere Schwerpunkte

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